Jeder Tag ist anders – und das ist normal
Ich arbeite zyklisch. Jeder Tag ist anders, besonders mit Kind.
Schlechte Nacht, wenig Schlaf. Jedes Elternteil kennt es.
Als ich angefangen habe, mir einfach darüber klarzuwerden, dass heute einfach ein Tag mit wenig Energie ist – Modus C: Low & Reset – hat mir das schon sehr viel Druck genommen.
Ich habe angefangen, meinen Zustand zu akzeptieren. Und danach zu handeln.
Kein schlechtes Gewissen mehr. Kein „Ich sollte aber…“. Sondern: „Heute ist Modus C. Und das ist okay.“
Was ist das Cyclic System?
Das Cyclic System ist meine Art, mit Energie umzugehen – nicht gegen sie zu arbeiten, sondern mit ihr.
Es basiert auf der Erkenntnis, dass wir nicht jeden Tag gleich funktionieren. Und das ist nicht nur okay – das ist normal.
Frauen sind zyklisch. Durch den Menstruationszyklus, durch Jahreszeiten, durch Lebensphasen. Unsere Energie schwankt. Täglich.
Das Cyclic System hat 3 Modi:
Modus A – Drive & Flow
Hohe Energie, Lust auf Neues, kreativ, produktiv.
An diesen Tagen kannst du vieles schaffen – und es fühlt sich leicht an.
Modus B – Balance & Routine
Stabile Energie, du brauchst Struktur, magst Bewährtes.
An diesen Tagen funktionieren deine Routinen gut – keine Experimente nötig.
Modus C – Low & Reset
Niedrige Energie, du brauchst Einfachheit, am liebsten gar nicht viel machen.
An diesen Tagen geht es ums Überleben – und das ist völlig okay.
Kein Modus ist besser oder schlechter. Alle sind Teil deines natürlichen Rhythmus.
Was Modus C NICHT bedeutet
Lass uns ehrlich sein: Es geht nicht darum zu sagen, „Och, heute bin ich müde. Ich mach einfach nichts.“
Das funktioniert nicht.
Wir haben alle Aufgaben, die sich nicht verschieben lassen – egal welches Energie-Level wir haben:
- Arbeiten
- Kinder betreuen
- Wutanfälle begleiten
- Essen machen
- Zum Kindergarten bringen
- Windeln wechseln
Die Liste kann man noch länger weiterführen. Ich denke, du weißt, was ich meine.
Modus C bedeutet nicht: Nichts tun.
Modus C bedeutet: Anders priorisieren.
So sieht Modus C konkret aus
An Low Energy Tagen stelle ich mir zwei Fragen:
Frage 1: „Muss ich das unbedingt heute oder unbedingt jetzt machen?“
Wenn die Antwort Nein ist → verschieben.
Wenn die Antwort Ja ist → Frage 2:
Frage 2: „Reicht auch die einfache Version?“
Und hier wird’s konkret.
Beispiel: Wäsche
Normale Version (Modus A/B):
- Wäsche waschen
- Aufhängen
- Trocknen lassen
- Abnehmen
- Zusammenlegen
- Verräumen
Modus C Version:
- Wäsche waschen (nur das, was in den Trockner kann)
- In den Trockner werfen
- Fertig
Der Rest? Bleibt liegen. Und das ist okay.
Beispiel: Essen
Normale Version (Modus A/B):
- Rezept raussuchen
- Frisch kochen
- Gemüse schneiden
- Aufwendiges Gericht
Modus C Version:
- Nudeln mit fertiger Tomatensoße
- Oder Tiefkühlpizza + Fertigsalat
- Oder Rührei mit Brot
Hauptsache: Alle werden satt. Ohne dass du zusammenbrichst.
Denn sind wir mal ehrlich: Wenn wir müde und erschöpft sind, brauchen wir nicht auch noch Kinder, die sagen „Iihh, das mag ich nicht.“
An Modus C Tagen koche ich das, was die Kinder garantiert essen. Keine Experimente.
Beispiel: Haushalt
Normale Version (Modus A/B):
- Wohnung aufräumen
- Staubsaugen
- Küche wischen
- Bad putzen
Modus C Version:
- Nur das Nötigste: Geschirr in die Spülmaschine
- Sichtbare Unordnung wegräumen (damit’s nicht chaotisch aussieht)
- Der Rest? Morgen.
Niemand stirbt, weil das Bad nicht geputzt ist.
Warum mit der Energie arbeiten funktioniert
Arbeite ich mit meiner Energie, spare ich Energie.
Klingt simpel, oder? Aber es macht einen riesigen Unterschied.
Szenario 1: Gegen die Energie arbeiten
Du bist müde. Low Energy Tag.
Aber du denkst: „Ich muss trotzdem alles schaffen.“
Also:
- Wäsche waschen + aufhängen + verräumen (erschöpft dich)
- Aufwendig kochen (Kind mag’s nicht, du bist frustriert)
- Haushalt machen (du bist danach am Ende)
Ergebnis:
- Du bist noch erschöpfter
- Morgen geht’s dir noch schlechter
- Du hast nichts gewonnen
Szenario 2: Mit der Energie arbeiten
Du bist müde. Low Energy Tag.
Du sagst: „Heute ist Modus C.“
Also:
- Nur Trockner-Wäsche (spart Energie)
- Nudeln mit Pesto (Kind isst, du bist entspannt)
- Haushalt bleibt liegen (außer Sichtbares)
Ergebnis:
- Du bist weniger erschöpft
- Morgen geht’s dir besser
- Du hast Energie gespart für den nächsten Tag
Und genau DAS ist der Punkt.
Nehme ich mir den Tag mit wenig Energie und spare Energie, wo ich nur kann, tue ich mir damit auch für den nächsten Tag einen riesigen Gefallen.
Es gibt nicht nur Low Energy Tage
Und das ist das Schöne am Cyclic System:
An Modus A Tagen – Drive & Flow – kannst du vieles vorarbeiten.
An Tagen, an denen du voll da bist, kreativ bist, die Sonne scheint, alles gut läuft:
- Da fühlt sich Arbeit nicht schwer an.
- Da kannst du Dinge erledigen, die an Modus C Tagen zu viel wären.
Nutze diese Tage:
- Vorkochen (Batch Cooking für 2-3 Tage)
- Großeinkauf machen (statt täglich loszurennen)
- Wäsche komplett durchziehen (waschen, aufhängen, verräumen)
- Haushalt auf Vordermann bringen
Und dann:
An Modus C Tagen greifst du auf das zurück, was du vorbereitet hast.
Du hast vorgekocht? → Aufwärmen reicht.
Du hast eingekauft? → Kein Stress, alles da.
Du hast Wäsche gemacht? → Heute bleibt sie liegen.
Das Cyclic System ist kein „Entweder-Oder“. Es ist ein Rhythmus.
Wenn du keinen Partner hast, der mitzieht
Ich weiß: Nicht jeder hat einen Partner, der die Last mitträgt.
Manche haben keinen Partner. Manche haben einen, der nicht mitzieht.
Und dann ist es noch wichtiger, sanft mit dir zu sein.
Wenn du alles alleine stemmen musst:
- Dann DARFST du an Modus C Tagen loslassen
- Dann DARFST du Prioritäten setzen
- Dann DARFST du sagen: „Heute reicht das Minimum.“
Konkret:
- Das Kind darf mal mehr fernsehen → und du schließt dabei die Augen und erholst dich
- Die Wäsche bleibt im Korb → statt dass du dich zwingst, sie zu verräumen
- Fertigessen ist okay → du musst nicht jeden Tag frisch kochen
Die Wäsche hat keine Gefühle. Du aber schon.
Irgendwas bleibt immer liegen. Dann doch lieber die Wäsche als deine Gesundheit.
Wie ich das Cyclic System in meinem Alltag nutze
Ich nutze das Cyclic System nicht nur für meine Energie – sondern auch für meine Organisation.
Im Kitchen Hub (mein Notion-Template für Essensplanung):
Ich ordne jedes Rezept einem Modus zu:
- Modus A: Aufwendige Gerichte, neue Rezepte ausprobieren, Batch Cooking
- Modus B: Bewährte Lieblingsrezepte, die immer funktionieren
- Modus C: Schnelle Gerichte, maximal 15 Minuten, keine Experimente
An Modus C Tagen filtere ich einfach nach „Modus C“ – und sehe sofort, was ich kochen kann. Ohne lange zu überlegen.
Kein „Was koche ich heute?“
Kein „Ist das zu aufwendig?“
Einfach: Filter an, Rezept raussuchen, fertig.
Das spart mir so viel Mental Load.
Was das für dich bedeutet
Du musst nicht gegen deine Energie arbeiten.
Du darfst akzeptieren:
- Manche Tage sind Low Energy Tage. Und das ist okay.
- Du darfst Prioritäten setzen. Nicht alles muss heute passieren.
- Die einfache Version reicht. Wirklich.
Das Cyclic System ist keine Ausrede. Es ist Realismus.
Es ist die Anerkennung, dass wir nicht jeden Tag gleich funktionieren – und dass das völlig normal ist.
Arbeite mit deiner Energie. Nicht gegen sie.
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Mehr über das Cyclic System
Das Cyclic System ist die Basis für alles, was ich bei TheModernMom mache:
- Essensplanung nach Energie-Level (Kitchen Hub)
- Organisation für Scanner-Mamas (Scanner-Mama-Planer – kommt bald)
- Mental Load reduzieren durch realistische Systeme
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